25.04.2017 - 10.05.2017

GRINDER

Ausstellung Ryts Monet

Eine Kooperation von StAiR Land Steiermark, Akademie Graz und EEZA


Die Großen Erzählungen der Menschheit im Mikrokosmos des Alltags wiederzufinden, ist meist der Kristallisationspunkt der visuellen Umschreibungen von Ryts Monet. So erzählt er in seiner Installation mit einem “Grinder” – ubiquitäres Mobiliar aller Skaterparks – die kosmische Entstehungsgeschichte von Gold, inklusive seiner kulturhistorischen Symbolik als Himmelslicht.

Ryts Monet ist von Februar bis April 2017 Stipendiat von St.A.i.R. Styria Artist in Residence des Landes Steiermark in Graz und arbeitet hier mit Akademie Graz und Atelier Schillerstraße.

Im Rahmen von Aktuelle Kunst in Graz.

www.rytsmonet.eu

 


 

Ryts Monet, geboren 1982 in Bari (Italien), lebt und arbeitet zwischen Venedig und Wien. Er schloss 2007 sein Studium der Bildenden Künste an der IUAV Universität in Venedig bei Nicolas Bourriaud ab. 2011 spezialisierte er sich ebenda auf Visuelle Kommunikation. Aktuell ist er Professor an der Kunstfakultät der IUAV in Venedig und Mitglied der Artist Pension Trust.

Ryts Monet nimmt gegenwärtig am St.A.i.R. – Styria Artists in Residence-Programm der Kulturabteilung des Landes Steiermark teil und arbeitet in Graz mit Akademie Graz und Atelier Schillerstraße.
Zuvor nahm er bereits an zahlreichen nationalen und internationalen Artist in Residenz-Programmen teil, wie z.B. RAVI, Künstlerateliers Vivegnis International, Liège (2016); BijlmAir, ein Residenz-Programm von CBK, Flat Station und Stedelijk Museum, Amsterdam (2015); Tokyo Wonder Site, Institut für zeitgenössische Kunst und internationalen Kulturaustausch, Tokio (2013); Fondazione Bevilacqua La Masa, Venedig (2012); Fondazione Spinola Banna per l’Arte, Turin (2012). Er war Finalist bei verschiedenen Kunstpreisen, 2013 erhielt er den Celeste-Preis in der Sparte Skulptur, Installation und Performance mit der Arbeit „Black Flag Revival“.

Ausstellungen: Kunsthaus Graz (2016); Fondazione Antonio Ratti in Como (2016); Stedelijk Museum Bureau in Amsterdam (2015); PAN, Palazzo delle Arti di Napoli (2013); 15th Tallinn Print Triennial im KUMU Art Museum. 2011 war Ryts Monet bei der 54th Biennale in Venedig mit einem performativem Event im Dänemark-Pavillon (Oslo Floating Pavilion) und mit einer Installation in der Gruppenausstellung „Baton Sinister“ im Norwegischen Pavillion, kuratiert von Bjarne Melgaard und dem OCA, Office for Contemporary Art Norway vertreten.

Eröffnung
25.04.2017, 19.00 Uhr
Mit einer Einführung
in die kosmische Entstehung von Gold
durch Univ.-Prof. Dr. Arnold Hanslmeier

Ausstellungsdauer:
26.04. – 10.05.2017

Öffnungszeiten:
Mo - Do 10.00 – 17.00 Uhr,
Fr 10.00 – 14.00 Uhr und nach Vereinbarung

Akademie Graz
Neutorgasse 42
8010 Graz
www.akademie-graz.at

unterstützt von:
Nachlese
KUNST VOR ORT
ROBERT GABRIS: HERZBLUT

Robert Gabris konzentriert sich auf das Medium der Zeichnung, ausgeführt in Fineliner oder Kaltnadel. Zeichnen ist für ihn eine Sprache, die das Denken schärft und Erinnerungen der Bearbeitung zugänglich macht. Diese Zeichnungen sind, so Robert Gabris, „Zitate meiner Existenz und Erforschungen meiner Zugehörigkeiten“, u.a. zur Community der Roma/Romnia.

Die unmittelbar-leibliche Erfahrung, in Beziehung gesetzt zu anatomischen Studien, steht dabei im Vordergrund. Eine wichtige künstlerische Forschungsfrage für Robert Gabris ist, wie man die Erfahrung des Lebens, die Dimensionen von Raum und Zeit in die Zeichnung integrieren kann.

 


 

KUNST VOR ORT
PETRA STERRY: EMOTIONEN, GEFÜHLE, STIMMUNGEN

Wie erschließt sich das Subjekt die Welt? In Zeichnungen, Installationen und Videos beschäftigt Petra Sterry sich mit Grundfragen der Existenz. Einen Zugang dazu bietet ihr die Arbeit mit Sprache, einen anderen die von ihr entwickelte Methode der künstlerischen Forschung: Fuzzy Art ist an der Schnittstelle von Kunst und Leben angesiedelt. Im Projekt Nadaistics erarbeitete die Künstlerin 2012 – 2014 in Workshops in ganz Europa ein von vielen Menschen verfasstes Archiv des Umgangs mit dem Nichts und Hoffnung, wie sie im Wort nada vereint sind.

Nach ihrer langjährigen Beschäftigung mit dem Nichts, das als Horizont zur Erfahrung der Gegenwärtigkeit konstitutiv ist, richtet Petra Sterry ihren Fokus nun auf Gefühle und Emotionen. Sie sind das Flüchtige in der Existenz, das Ausgeblendete und Beherrschte im Alltag. Seit 2015 arbeitet Petra Sterry dazu im Forschungsprojekt Elastic Punch.

 


 

Ausstellung Andreas Heller
floor, light, act

Andreas Heller, * 1978 in Graz, lebt und arbeitet in Graz. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie Architektur und Kunstgeschichte in Graz. Er ist Kurator des Programms für bildende Kunst am Forum Stadtpark in Graz und unterrichtet an der HTBLVA Ortweinschule.

Auszeichnungen: Kunstraum Steiermark Stipendium (2017/18); Kunstförderungspreis der Stadt Graz für Bildende Kunst(2011); Stipendium der Stadt Graz für Bildende Kunst (2011); Arbeitsstipendium des Landes Steiermark (2010); Henkel Art Award (2008).

Einzelausstellungen u.a.: Baldachini, Glasgow International Art Festival (2014); Outdoor Sources - Andreas Heller & Heribert Friedl, Kunstverein Baden (2013); subsequent formation (mit Katarina Matiasek), Galerie Stadtpark, Krems (2011); whiteout views, blackout scenes, Galerie 5020, Salzburg (2010); blueprints for a blackout, Austrian Cultural Forum, London (2009).
www.andreasheller.at


PRÄSENTATION der LICHTUNGEN 148/2016

       Cover und Kunstteil: Andreas Heller - Position and Details      
       Graz: Mittwoch, 23. November 2016, 20.00 Uhr
       Kulturzentrum bei den Minoriten, Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

       Wien: Donnerstag, 24. November 2016, 19.00 Uhr
       Hauptbücherei Wien, Urban Loritz-Platz 2a, 1070 Wien

WE ARE LIVING IN A BEAUTIFUL WourLD

Ein psychogeografisches Kunstprojekt über Kultur, Flucht und Migration im Kulturraum Zentraleuropa von
diSTRUKTURA – Milica Milicevic und Milan Bosnic

 

 

“Das plötzliche Interesse für das sogenannte Zentraleuropa erwuchs weniger aus der Einsicht, das seine ganze Kultur vom Schatten verdeckt ist, als vielmehr aus dem im Westen herangereiften Bewusstsein, dass durch die manichäische Teilung in Ost und West ein ganzer Teil Europas wie vom Neben verschluckt wurde.”
Danilo Kiš

Danilo Kiš schrieb diese Zeilen vor 30 Jahren. In der Zwischenzeit haben wir den Fall der Eisernen Mauer und des Ostblocks erlebt, die Vereinigung Europas und die Erweiterungsschritte der EU, die Flüchtlinge aus Syrien und Afrika – aber so etwas wie ein gemeinsamer Kulturraum hat sich dennoch nicht entwickelt, aber das an diese Idee geknüpfte „Heimweh nach Europa“, nach einen verloren gegangenen und neu zu gewinnenden Reichtum an kultureller Vielfalt, besteht noch immer.

diSTRUKTURA, ein serbisches KünstlerInnenpaar, beschäftigt sich gezielt mit dem kulturellen Konzept des zentraleuropäischen Raums und positioniert die künstlerische Praxis als Erforschung dieser in Frage stehenden gemeinsamen kulturellen Identität in einer von Umbrüchen und Migrationsbewegungen gekennzeichneten Zeit.

Migration ist ein zentrales Thema, das trotz aller Komplexität meist einseitig betrachtet wird. Was hat es z.B. für Folgen, wenn vor allem die Jungen, die Unternehmungslustigen, die Kritischen ihr Land verlassen? Diese Abwanderung der Gestaltungs- und Erneuerungskräfte trifft die Gesellschaft ins Mark. Und andererseits heißen die Gesellschaften der Einwanderung die Neuankömmlinge nicht wirklich willkommen, da hilft auch deren gute Ausbildung wenig.

diSTRUKTURA hat dieses langfristig angelegte Projekt vor einigen Jahren am Beispiel Serbien gestartet. Seit dem Krieg haben an die 800.000 Menschen Serbien verlassen. Die meisten von ihnen sind AkademikerInnen. Aber haben sich ihre Hoffnungen und Erwartungen erfüllt? Das war die Frage von "We are living in a beautiful wOURld". Dazu gab es bereits zahlreiche Dokumentationen der Zwischenschritte: Fotoserien, Installationen in Galerien und im öffentlichen Raum in Belgrad, Novi Sad, Graz, Gleisdorf und Pöllau. Letztes Jahr startete diSTRUKTURA mit Interviews in Graz, die die Zuwanderung von AkademikerInnen und KünstlerInnen aus dem ex-jugoslawischen Raum nach Graz zum Thema hatte. Die Interviews waren online und mit den öffentlichen Raum über QR-Codes an „ihren“ Orten in Graz verknüpft: http://www.youtube.com/watch?v=ixcYNInoU-A Die Interviews erzählen von den Gründen des Weggehens, dem Ankommen in Österreich sowie dem Prozess des Hineinfindens, und wie sie alle ÖsterreicherInnen wurden.

Ziel ist die geografische Ausweitung dieses erfolgreichen Projektstarts auf 30 Interviews, die sich zu einer kulturellen Psychogeografie von Österreich und den Ländern des Weltbalkans verdichten und so die Rolle der Kunst in einer von Umbrüchen und Transformationen geprägten Zeit zeigt.

Das Projekt soll abschließend in Graz und in allen Hauptstädten der ex-jugoslawischen Länder präsentiert sowie in einem Ausstellungskatalog dokumentiert werden.

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
Fax: (0043) 0316 83 79 85 - 17
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www.akademie-graz.at