26.04.2017 - 26.04.2017

Milan Mijalkovic spricht *ÜBERDEMOKRATIE*

Vortragsgespräch

Das Projekt bezieht sich auf den Begriff Diaspora im breiteren Kontext von Globalisierung, Mobilität und kulturellem Nomadismus. Es werden diverse Erfahrungen in temporärer oder dauerhafte Bleibe, die aber nicht dem Ursprungsort gleicht, dargestellt und die Rolle der kulturellen Unterschiede hier wie dort sowie die Probleme der Integration in die neuen Umstände thematisiert. "From Diaspora to Diversities" wird unterstützt von Balkans Arts and Culture Fund (BAC).

Federführend: Kunsthistorikerin Mirjana Peitler-Selakov. Die Ausstellung ist Teil des Projektes "From Diaspora to Diversities", das in Kooperation von "Remont – unabhängigre Kunstverein" (Beograd), World Culture Center "Esperanza" (Skopje) und Kunst Ost (Graz) realisiert wird.

 


 

*MILAN MIJALKOVIC*

spricht

*ÜBERDEMOKRATIE*
über Verantwortung
über Architektur
über Integration
über Sprache

 

Milan Mijalkovic, Architekt und Künstler, wurde 1982 in Skopje geboren und lebt seit 2001 in Wien. In seinen Arbeiten erstellt er Versuchsanordnungen, in denen die Person Milan Mijalkovic von Makedonien eine zentrale Rolle einnimmt. Wenn er etwa die Verantwortung für alle Naturkatastrophen der letzten 2000 Jahre übernimmt („Die Botschaft“, 2013), für 15 Tage auf seine Menschenrechte verzichtet („15 Tage ohne Menschenrechte“, 2014), Schwarzarbeitern ein Denkmal errichtet („Wir müsst arbeiten“, 2014), oder wenn er als die Demokratie selbst spricht („Die demokratische Rede“, 2016) exponiert er sich zugleich als Heldenfigur und Ur-Opfer. Er positioniert sich vor einem Gegenüber, dem ebenfalls bestimmte Rollen zukommen: den Experten, Passanten, Höchstbietern, Zeugen oder Demokraten. Diese Versuchsanordnungen vereinen Kategorien und bringen derart aktuelle Grundannahmen aus dem Gleichgewicht.

Beim Vortragsgespräch "ÜBERDEMOKRATIE" im Rahmen der Reihe "From Diaspora to Diversities" wird Milan Mijalkovic Einblick in seine Arbeit geben.

Mittwoch, 26. April 2017
Beginn: 19:00 Uhr


Ort:

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz

 

Kontakt:

Akademie Graz
T: 0316 837985
office@akademie-graz.at

 

Eine Kooperation von Kunst Ost und Akademie Graz.

unterstützt von:
Nachlese
fragments 16
FILMFESTIVAL DER MENSCHENRECHTE GRAZ 21. - 25.04.2016

PROLOG
FILMS FOR HUMAN RIGHTS
Wir leben in einer Zeit der nationalen und politischen Umbrüche: rechts- radikale, rassistische, antisemitische Tendenzen werden wieder stärker; die sexuelle Selbstbestimmung und Gleichstellung von Mann und Frau sind vielerorts nach wie vor fremde Materien, Religionsfreiheit ist noch immer nicht überall Realität, ebenso wie die Presse- und Meinungsfreiheit. All das sind Fragen der Menschenrechte, deren sich ständig mutige Fil- memacherInnen annehmen. Durch ihre Filme zeigen sie auf, wo politi- sche Instanzen versagen, wo gesellschaftliche Veränderungen dringend notwendig sind, wo Menschenrechte nicht eingehalten oder gebrochen werden, aber auch wo Menschenrechte durch das Engagement einzelner oder von Organisationen durchgesetzt werden konnten.
fragments will im Jubiläumsjahr von Graz als Stadt der Menschenrechte der Arbeit dieser FilmemacherInnen eine Plattform geben. Neben Filmen zu allgemeinen Themen der Menschenrechte wird der Fokus des Pro- gramms auf dem bestimmenden Thema der vergangenen Monate liegen: Flucht & Krise. Die Programmschiene „Fokus: Flucht“ umfasst Filme zu unterschiedlichen Aspekten von Flucht, darunter etwa den diesjährigen Sieger lm der Berlinale „Fuocoammare“ oder die Filme des syrischen Fil- memachers Issa Touma, der 2015 Artist in Residence in Graz war. Abseits der derzeitigen europäischen Situation wirft die Österreich-Premiere von „Storm in the Andes“ einen Blick nach Lateinamerika; „Song of my Mother“ thematisiert den türkisch-kurdischen Kon ikt, „Flotel Europa“ beleuchtet die Folgen des Balkan-Kriegs. Aber auch Filme im historischen Kontext zum Thema sind dabei. Etwa die Dokumentation „Carl Lutz – der vergessene Held“ über einen Schweizer Diplomaten, der tausenden von Juden aus dem von den Nazis besetzten Ungarn zur Flucht verhalf. Oder der Klassiker „Casablanca“. Außerdem werden österreichische Erfolgs-  lme zum Thema gezeigt: „Lampedusa im Winter“ von Jakob Brossmann und „Mama Illegal“ von Ed Moschitz.
Unter dem Titel „Spektrum“ sind Filme zu allgemeinen Themen der Men- schenrechte zu sehen, etwa der letztjährige Sundance Sieger lm „3 1⁄2 Minutes, 10 Bullets“, der Cannes-Wettbewerbs lm „Maidan“ oder der iranische Dokumentar lm „No Lands Song“. Dem afrikanischen Regisseur Abdherramane Sissako ist eine Personale gewidmet. In Zusammenarbeit mit ETC und UNI-ETC Graz und zahlreichen weiteren Unterstützern ent- stand ein Rahmenprogramm, welches das Filmprogramm ergänzt.
Über die Filmscreenings hinaus sollen weitere Perspektiven des Erlebens und Verstehens eröffnet werden – frei nach dem Motto:


FACING HUMAN RIGHTS.

(MEDIALE) REPRÄSENTATION VON MIGRATION / FLUCHT / ASYL
SYMPOSIUM

09:00 Uhr                  Eröffnung und Grußworte
                                  Peter Riedler
                                  Vizerektor für Finanzen, Ressourcen und Standortentwicklung
                                  Katharina Scherke
                                  Sprecherin des Forschungsschwerpunktes Heterogenität
                                  und Kohäsion der Universität Graz


                                  Moderation:
                                  Brigitte Kukovetz
 

09:10 – 09:50 Uhr     Werner Suppanz
                                  Hart an der Grenze – Politische Wir-Diskurse in
                                 Österreich im Zeichen der „Flüchtlingskrise“


09:50 – 10:30 Uhr     Matthias Revers
                                 
Flucht, Öffentliches Räsonnement und Engagement:
                                 Der Fall Zogaj und danach


                                  Kaffeepause


                                  Moderation:
                                  Lisa Heschl  

11:00 – 11:40 Uhr     Constanze Spieß
                                  Von „Zäunen“, „einem Türl mit Seitenteilen“ und der
                                 „Festung Europas“.
                                  Lexikalische, metaphorische und argumentative

                                 Strategien im Diskurs um Migration


11:40 – 12:20 Uhr     Fritz Hausjell
                                  Flucht und Asyl als Herausforderungen für
                                 Journalismus und Medien


12:20 – 13:00 Uhr     Heinz Wittenbrink
                                  Zwischen Datenjournalismus und Aktivismus –
                                 Contentstrategien von Netzmedien in der
                                 Flüchtlingskrise  
      

 


 

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
Fax: (0043) 0316 83 79 85 - 17
office@akademie-graz.at
www.akademie-graz.at