17.05.2017 - 02.06.2017

Ausstellung Andrea Sadjak

DINGE DER LIEBE

Andrea Sadjak beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft, menschlicher Innenwelt und Außenwelt. Der Ton - als eines der ältesten Materialien - wird dabei zum Speichermedium und dient als Archiv individueller Geschichten. Ausgangspunkt ihrer Installationen sind romantische Postkarten, die sich ihre Großeltern geschrieben haben. Sie entwickelt daraus unterschiedliche visuelle und haptische Erzählungen zu Liebe und Berührung.

 

 


 

Andrea Sadjak, * 1968 in Graz, lebt und arbeitet in Graz. Sie studierte Architektur und Kunstgeschichte in Graz und Wien, Keramik an der Wiener Kunstschule und absolvierte die Meisterklasse für Kunst und Gestaltung an der Ortweinschule Graz (Keramische Formgebung bei Irmgard Schaumberger).
Seit 2017 Mitglied und Atelier im Freien Atelierhaus Schaumbad, Graz
Ausstellungen u.a.:
Freies Atelierhaus Schaumbad Graz (2016), Gotische Halle Graz (2016), Galeriewerkstatt NUU, Wien (2015), Eichgrabner Kulturherbst (2015), Schloss St. Martin, Graz (2014), Keramik im Steinbruch, Oberpullendorf (2013), NÖ Landesaustellung „Feuer und Erde“ / Töpferpavillon (2007)


www.andreasadjak.at

ERÖFFNUNG und LIVEPERFORMANCE
VON  MIRA VEGAS-KRATOCHWIL

Mittwoch, 17. Mai 2017
Beginn: 19:00 Uhr

AUSSTELLUNGSDAUER

18. Mai – 02. Juni 2017

 

ÖFFNUNGSZEITEN

MO –  DO 10:00 - 17:00 Uhr

FR 10:00 – 14:00 Uhr und nach Vereinbarung

 

Akademie Graz

Neutorgasse 42

A-8010 Graz

 

 

 

unterstützt von:
Nachlese
KUNST VOR ORT
PETRA STERRY: EMOTIONEN, GEFÜHLE, STIMMUNGEN

Wie erschließt sich das Subjekt die Welt? In Zeichnungen, Installationen und Videos beschäftigt Petra Sterry sich mit Grundfragen der Existenz. Einen Zugang dazu bietet ihr die Arbeit mit Sprache, einen anderen die von ihr entwickelte Methode der künstlerischen Forschung: Fuzzy Art ist an der Schnittstelle von Kunst und Leben angesiedelt. Im Projekt Nadaistics erarbeitete die Künstlerin 2012 – 2014 in Workshops in ganz Europa ein von vielen Menschen verfasstes Archiv des Umgangs mit dem Nichts und Hoffnung, wie sie im Wort nada vereint sind.

Nach ihrer langjährigen Beschäftigung mit dem Nichts, das als Horizont zur Erfahrung der Gegenwärtigkeit konstitutiv ist, richtet Petra Sterry ihren Fokus nun auf Gefühle und Emotionen. Sie sind das Flüchtige in der Existenz, das Ausgeblendete und Beherrschte im Alltag. Seit 2015 arbeitet Petra Sterry dazu im Forschungsprojekt Elastic Punch.

 


 

Ausstellung Andreas Heller
floor, light, act

Andreas Heller, * 1978 in Graz, lebt und arbeitet in Graz. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie Architektur und Kunstgeschichte in Graz. Er ist Kurator des Programms für bildende Kunst am Forum Stadtpark in Graz und unterrichtet an der HTBLVA Ortweinschule.

Auszeichnungen: Kunstraum Steiermark Stipendium (2017/18); Kunstförderungspreis der Stadt Graz für Bildende Kunst(2011); Stipendium der Stadt Graz für Bildende Kunst (2011); Arbeitsstipendium des Landes Steiermark (2010); Henkel Art Award (2008).

Einzelausstellungen u.a.: Baldachini, Glasgow International Art Festival (2014); Outdoor Sources - Andreas Heller & Heribert Friedl, Kunstverein Baden (2013); subsequent formation (mit Katarina Matiasek), Galerie Stadtpark, Krems (2011); whiteout views, blackout scenes, Galerie 5020, Salzburg (2010); blueprints for a blackout, Austrian Cultural Forum, London (2009).
www.andreasheller.at


PRÄSENTATION der LICHTUNGEN 148/2016

       Cover und Kunstteil: Andreas Heller - Position and Details      
       Graz: Mittwoch, 23. November 2016, 20.00 Uhr
       Kulturzentrum bei den Minoriten, Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

       Wien: Donnerstag, 24. November 2016, 19.00 Uhr
       Hauptbücherei Wien, Urban Loritz-Platz 2a, 1070 Wien

WE ARE LIVING IN A BEAUTIFUL WourLD

Ein psychogeografisches Kunstprojekt über Kultur, Flucht und Migration im Kulturraum Zentraleuropa von
diSTRUKTURA – Milica Milicevic und Milan Bosnic

 

 

“Das plötzliche Interesse für das sogenannte Zentraleuropa erwuchs weniger aus der Einsicht, das seine ganze Kultur vom Schatten verdeckt ist, als vielmehr aus dem im Westen herangereiften Bewusstsein, dass durch die manichäische Teilung in Ost und West ein ganzer Teil Europas wie vom Neben verschluckt wurde.”
Danilo Kiš

Danilo Kiš schrieb diese Zeilen vor 30 Jahren. In der Zwischenzeit haben wir den Fall der Eisernen Mauer und des Ostblocks erlebt, die Vereinigung Europas und die Erweiterungsschritte der EU, die Flüchtlinge aus Syrien und Afrika – aber so etwas wie ein gemeinsamer Kulturraum hat sich dennoch nicht entwickelt, aber das an diese Idee geknüpfte „Heimweh nach Europa“, nach einen verloren gegangenen und neu zu gewinnenden Reichtum an kultureller Vielfalt, besteht noch immer.

diSTRUKTURA, ein serbisches KünstlerInnenpaar, beschäftigt sich gezielt mit dem kulturellen Konzept des zentraleuropäischen Raums und positioniert die künstlerische Praxis als Erforschung dieser in Frage stehenden gemeinsamen kulturellen Identität in einer von Umbrüchen und Migrationsbewegungen gekennzeichneten Zeit.

Migration ist ein zentrales Thema, das trotz aller Komplexität meist einseitig betrachtet wird. Was hat es z.B. für Folgen, wenn vor allem die Jungen, die Unternehmungslustigen, die Kritischen ihr Land verlassen? Diese Abwanderung der Gestaltungs- und Erneuerungskräfte trifft die Gesellschaft ins Mark. Und andererseits heißen die Gesellschaften der Einwanderung die Neuankömmlinge nicht wirklich willkommen, da hilft auch deren gute Ausbildung wenig.

diSTRUKTURA hat dieses langfristig angelegte Projekt vor einigen Jahren am Beispiel Serbien gestartet. Seit dem Krieg haben an die 800.000 Menschen Serbien verlassen. Die meisten von ihnen sind AkademikerInnen. Aber haben sich ihre Hoffnungen und Erwartungen erfüllt? Das war die Frage von "We are living in a beautiful wOURld". Dazu gab es bereits zahlreiche Dokumentationen der Zwischenschritte: Fotoserien, Installationen in Galerien und im öffentlichen Raum in Belgrad, Novi Sad, Graz, Gleisdorf und Pöllau. Letztes Jahr startete diSTRUKTURA mit Interviews in Graz, die die Zuwanderung von AkademikerInnen und KünstlerInnen aus dem ex-jugoslawischen Raum nach Graz zum Thema hatte. Die Interviews waren online und mit den öffentlichen Raum über QR-Codes an „ihren“ Orten in Graz verknüpft: http://www.youtube.com/watch?v=ixcYNInoU-A Die Interviews erzählen von den Gründen des Weggehens, dem Ankommen in Österreich sowie dem Prozess des Hineinfindens, und wie sie alle ÖsterreicherInnen wurden.

Ziel ist die geografische Ausweitung dieses erfolgreichen Projektstarts auf 30 Interviews, die sich zu einer kulturellen Psychogeografie von Österreich und den Ländern des Weltbalkans verdichten und so die Rolle der Kunst in einer von Umbrüchen und Transformationen geprägten Zeit zeigt.

Das Projekt soll abschließend in Graz und in allen Hauptstädten der ex-jugoslawischen Länder präsentiert sowie in einem Ausstellungskatalog dokumentiert werden.

GRINDER
Ausstellung Ryts Monet

Eine Kooperation von StAiR Land Steiermark, Akademie Graz und EEZA


Die Großen Erzählungen der Menschheit im Mikrokosmos des Alltags wiederzufinden, ist meist der Kristallisationspunkt der visuellen Umschreibungen von Ryts Monet. So erzählt er in seiner Installation mit einem “Grinder” – ubiquitäres Mobiliar aller Skaterparks – die kosmische Entstehungsgeschichte von Gold, inklusive seiner kulturhistorischen Symbolik als Himmelslicht.

Ryts Monet ist von Februar bis April 2017 Stipendiat von St.A.i.R. Styria Artist in Residence des Landes Steiermark in Graz und arbeitet hier mit Akademie Graz und Atelier Schillerstraße.

Im Rahmen von Aktuelle Kunst in Graz.

www.rytsmonet.eu

 


 

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
office@akademie-graz.at
www.akademie-graz.at