Eine interkontinentale gestaltgebende Forschung zu Heilung und Transzendenz
Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 4. November 2026, 18.00 Uhr
Dauer: 05.11. – 27.11.2026
Öffnungszeiten: Mo – Do, 10.00 – 17.00 Uhr / Fr, 10.00 – 14.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Events im Rahmen der Ausstellung:
13.11., Erforschung von biografischen Narrativen, in Hinblick auf das Gefüge von Individuum, Politik, Transzendenz und subjektiver Sinnerfassung eingeladen: Adjanie Kamucote, Daniela Grabovac [confirmed], Nava Ebrahimi, Elisabeth Tauss
Durch die Erfassung und Interpretation der Erzählung der eigenen Biographie wird die eigene Perspektive in Form der von ihm konstruierten subjektiven Sinnzusammenhänge erfasst. Zentral ist, dass die soziale Wirklichkeit nicht außerhalb des Handelns der Gesellschaftsmitglieder ‚existiert‘, sondern jeweils im Rahmen kommunikativer Interaktionen hergestellt wird. Demnach sind die Feinheiten der Biografie als sozialer Wirklichkeit nur über die Versprachlichung durch die Beteiligten erfassbar. (https://de.wikipedia.org/wiki/Narratives_Interview)
21.11., Erforschung multidimensionaler/holistischer Verbundenheit, beruhend auf kreativen, gestalterischen, verkörperten und ortsbezogenen Methoden eingeladen: Julia, Marina Stiegler, Ulli Gollesch
Ein Raum für Erforschung/Begegnung wird für einen Nachmittag geöffnet und gehalten, basierend auf den jeweils kreativen Zugängen.
27.11., Finissage: Performance happening [Arbeitstitel: ‘continuing, revolving,evolving…’]
Beginn einer kollektiven Tapisserie Arbeit eingeladen: Maria Cerrato, Narges Babaei, Farahnaz Davari, Shiva Abossedgh
Reifen von der Decke mit Wolle, Fäden, Stoff, Nadel, Schere.
eva helene stern befasst sich mit menschlichen Emotionen und Beziehungen in Raum und Zeit sowie der fortwährenden Veränderung, u.a. mit Fokus auf Politik und Transzendenz, Frau und Mutterschaft. Sie betrachtet individuelles menschliches Leben in kollektiver Verbindung mit Kosmos, Planet Erde, Flora, Fauna und supranaturalen Kräften. Diese Perspektive ist begleitet von der jahrzehntelangen Erforschung generationenübergreifender Traumata, wie sie zum einen in ihrer Familiengeschichte und zum anderen im kollektiven Gefüge verankert sind. Ihre Eltern lebten im Nationalsozialismus und der Franco-Diktatur. eva helene stern lebte bis zu ihrem 18. Lebensjahr in Dachau und machte dort, aufgrund von Gewalterfahrung, eine sogenannte out-of-body Erfahrung, die sie zutiefst prägte.
Seit 2005 lebt und arbeitet sie in Graz. 2010 erhielt sie das Arbeitsstipendium Bildende Kunst der Stadt Graz, und mit dem Auslandsstipendium Bildende Kunst der Stadt Graz reiste sie 2024 von Tschechien, Spanien, Frankreich über San Francisco, Kalifornien ins Cheyenne River Lakota Tribe Territory in South Dakota, USA, um dort ihre Forschung und Kunstprojekte zu Trauma und Heilung zu vertiefen.
Seit 1994 hat eva helene stern an zahlreichen Ausstellungen, u.a. in Graz, teilgenommen, so z.B. im Jahr 2008 im Kunsthaus Graz, 2023 in rotor contemporary, 2024 im Museum für Geschichte (UMJ), Performance 2026 Schauspielhaus Graz. Sie hat als Artist in Residence u.a. in Tschechien 1994, der Ukraine 1996, in Tibet 1998 sowie in Vallejo, Kalifornien 2024 künstlerisch gearbeitet. Seit 2023 publiziert sie im internationalen DADA-Journal MAINTENANT mit Sitz in New York . Sie führte im Rahmen der Buchpräsentationen u.a. Performances online für die New York Public Library und im Jahr 2025 die Performance „destroy the universe with a solution [quote by Mina Loy]“ im Cabaret Voltaire, Zürich auf.
eva helene stern ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und arbeitet als Elementarpädagogin.